← Das Brauchtumsbuch4 Minuten Lesezeit

Überlieferung und Handwerk

Raunächte 2026/27: Alle Termine und welche Nacht für welchen Monat steht

Die Raunächte 2026/27 beginnen am Abend des 24. Dezember 2026 und reichen bis zum 6. Jänner 2027. Hier stehen alle zwölf Nächte mit ihrem Monat, dazu die vier großen Rauchnächte und was man in ihnen tat.

Die zwölf Nächte im Überblick

Gezählt wird meist ab der Christnacht. Die 1. Raunacht ist die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 2026 und steht für den Jänner 2027. Es folgen: 2. Nacht 25./26. Dezember für den Februar, 3. Nacht 26./27. Dezember für den März, 4. Nacht 27./28. Dezember für den April, 5. Nacht 28./29. Dezember für den Mai, 6. Nacht 29./30. Dezember für den Juni, 7. Nacht 30./31. Dezember für den Juli, 8. Nacht 31. Dezember auf 1. Jänner für den August, 9. Nacht 1./2. Jänner für den September, 10. Nacht 2./3. Jänner für den Oktober, 11. Nacht 3./4. Jänner für den November und 12. Nacht 4./5. Jänner 2027 für den Dezember. Die Dreikönigsnacht vom 5. auf den 6. Jänner schließt die Zeit ab.

Warum die Zählung nicht überall gleich ist

Ein einheitliches Datum hat es nie gegeben. In manchen Gegenden begann die Zeit schon mit der Thomasnacht am 21. Dezember, der längsten Nacht des Jahres, andernorts erst nach der Christnacht. Auch die Zuordnung der Nächte zu den Monaten ist eine gewachsene Gewohnheit und keine feste Regel. Wer seiner eigenen Familie folgt, liegt also nicht falsch. Wir halten uns hier an die heute verbreitetste Zählung ab dem 24. Dezember.

Die vier großen Rauchnächte

Im Alpenraum hoben sich vier Nächte heraus, in denen Haus und Stall geräuchert wurden: die Thomasnacht vom 21. auf den 22. Dezember, die Christnacht vom 24. auf den 25. Dezember, die Silvesternacht vom 31. Dezember auf den 1. Jänner und die Dreikönigsnacht vom 5. auf den 6. Jänner. In diesen Nächten ging der Bauer mit der Glutpfanne durch alle Räume, die Bäuerin sprach den Segen, und an die Türstöcke kam mit Kreide das Zeichen der Heiligen Drei Könige.

Eine Karte für jede Nacht

Wo früher das Wetter am Morgen nach jeder Nacht beobachtet und mit Kreide an den Dachbalken notiert wurde, kann heute eine Karte stehen. Jeden Abend wird ein Blatt gezogen und aufgeschrieben. Am Ende liegen zwölf Karten für zwölf Monate. Wichtig ist nicht, sie als Vorhersage zu lesen, sondern als Bild, das man im jeweiligen Monat wieder hervorholt und mit dem vergleicht, was tatsächlich geschehen ist.